Igel im Idsteiner Land
Wo sind sie geblieben?
Wer einen Laub- oder Asthaufen im Garten hat, gibt einer Igelfamilie die Möglichkeit, sich zu verstecken. Bei meiner Freundin hat es geklappt.
(Gabi Preiss)
Igel werden immer seltener. Diese Beobachtung machen viele Naturinteressierte, so auch ich. Nachdem in meinem Gemüsegarten jahrelang eine Igelfamilie immer wieder kam, ist sie seit etwa vier Jahren nicht mehr zu sehen. Auch die Nachbarn berichten, dass sie keine Igel mehr sehen. Vielleicht gibt es einen Zusammenhang mit dem Sterben der Gemüsegärten und der starken Verbreitung der Schottergärten?
Sie haben einen Garten? Dann können Sie einiges tun, um den Igel zu unterstützen.
- Igel sind nachtaktive Tiere. Mähroboter in der Dämmerung oder bei Nacht sind für Igel lebensgefährlich.
- Gestalten Sie Ihren Garten naturnah. Blätter, Gestrüpp und Zweige nutzen Igel, um ihre Nester zu isolieren und sich während des Winterschlafs darin einzuwickeln. Je größer der Haufen, desto besser ist die Wärmedämmung.
- Auch dichtes Gebüsch, Reisig- und Komposthaufen oder trockene Hohlräume, beispielsweise unter Holzstapeln oder Treppen, eignen sich für den Igel als Schlafplatz.
- Sie können dem Igel auch ein Igelhaus als Winterquartier anbieten. Eine ganz einfache Bauanleitung finden Sie hier.
- Gärtnern Sie giftfrei. Verzichten Sie auf Pestizide und locken Sie stattdessen Nützlinge in Ihren Garten.
Engagiert in Natur- und Umweltschutz
Naturschutz und Umweltschutz sind zwei Begriffe mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Einerseits schützen wir die Natur um ihrer selbst willen, weil wir die phantastische Artenvielfalt bewundern und erhalten wollen. Andererseits sehen wir auch uns selbst als Nutzer und Teil dieser Natur, die von ihr abhängen und bei Missbrauch auch mit ihr untergehen.
Diese beiden Aspekte führen dazu, dass wir uns auf vielfältige Weise für die Natur engagieren.
Der BUND Idstein setzt sich einerseits für den Naturschutz im engeren Sinne ein, konkret vor Ort durch den Schutz der Obstwiesen, das Schmetterlingsmonitoring und die Krötensammlung, ebenso die Bekämpfung der Neophyten. Aber auch Umweltschutzthemen haben ihren Platz und sind Thema von Einzelaktionen, Informationsveranstaltungen und Infoständen.